Die Legacy Challenge hat über 360 Vereine mobilisiert

365 Vereine, rund 2200 Massnahmen
Als die Legacy Challenge by SFV Anfang 2025 lanciert wurde, stand eine einfache Frage im Raum: Wie können Vereine zusätzlich motiviert werden, den Mädchen- und Frauenfussball aktiv voranzubringen? Eineinhalb Jahre später ist die Antwort eindrücklich: 365 Vereine aus der ganzen Schweiz haben sich beteiligt und gemeinsam rund als 2'200 Entwicklungsmassnahmen umgesetzt.
Von Schnuppertrainings für Mädchen über die Rekrutierung neuer Trainerinnen und Schiedsrichterinnen bis hin zur stärkeren Einbindung von Frauen in Vereinsvorständen: Die Legacy Challenge hat in den Vereinen spürbare Veränderungen ausgelöst.
Allein in der zweiten Ausgabe wurden 147 neue Mädchen- und Frauenteams sowie 157 neue Trainerinnen gemeldet. Hinzu kamen zahlreiche weitere Initiativen in den Bereichen Ausbildung, Vereinsentwicklung und Nachwuchsförderung.
Damit wurde das Ziel erreicht, mehr als einen Drittel aller Breitenfussballvereine für die Förderung des Mädchen- und Frauenfussballs zu aktivieren. Für Projektleiter Jan Staffelbach ist das weit mehr als eine erfolgreiche Kampagne. «Die Legacy Challenge sollte nie einfach ein Wettbewerb sein. Unser Ziel war es, Vereine zu motivieren, Neues auszuprobieren, Menschen einzubinden und nachhaltige Strukturen aufzubauen. Dass am Ende über 360 Vereine mitgemacht haben, zeigt, wie gross das Engagement an der Basis ist.»
Regionen Innerschweiz und Wallis besonders engagiert


Spitzenreiter FC Sarine-Ouest
Wie stark die Legacy Challenge wirkt, zeigt der Blick auf einzelnn Vereine. Der FC Sarine-Ouest setzte über beide Ausgaben hinweg 27 Entwicklungsmassnahmen um und führte damit das nationale Ranking an. Die US Collombey-Muraz (22 Massnahmen), der FC Martigny-Sports (21), der FC Urdorf (21), der FC Muhen (20), der FC Villaz/Villarimboud (19) sowie der FC Wyler Bern (19) gehören ebenfalls zu den engagiertesten Vereinen der Schweiz.
Die umgesetzten Projekte reichen von neuen Mädchen- und Frauenteams über die Gewinnung von Trainerinnen und Funktionärinnen bis hin zu zusätzlichen Ausbildungsangeboten wie spezifischen Torhüterinnen-Trainings. Besonders erfreulich ist, dass allein in der zweiten Ausgabe 106 neue Mädchenteams und 41 neue Frauenteams gemeldet wurden. Ein starkes Zeichen für das nachhaltige Wachstum des Frauenfussballs an der Basis.
Alle Sprachregegionen beteiligt
Besonders erfreulich war die breite Beteiligung über alle Sprachregionen hinweg. Vereine aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin haben sich engagiert eingebracht und ihre eigenen Lösungen entwickelt.
«Wir haben überall in der Schweiz inspirierende Beispiele gesehen», sagt Staffelbach. «Viele Vereine haben weit mehr gemacht, als ursprünglich erwartet wurde. Das zeigt, dass die Förderung von Mädchen und Frauen heute in vielen Vereinen selbstverständlich geworden ist.»
Mit dem Abschluss der zweiten Ausgabe endet die Legacy Challenge offiziell. Die Garantiepreise werden in den kommenden Wochen verschickt, die Verlosungspreise folgen im Verlauf der nächsten Monate. Für Staffelbach bedeutet das jedoch keinen Schlusspunkt: «Die Challenge endet, die Entwicklung geht weiter. Entscheidend ist, dass die Vereine ihre angestossenen Projekte fortführen. Wenn aus einzelnen Massnahmen dauerhafte Angebote entstehen, haben wir unser Ziel erreicht.»
«Die Legacy Challenge hat eindrücklich gezeigt, wie viel Kraft und Innovationsgeist in unseren Vereinen steckt. Überall in der Schweiz haben Menschen Verantwortung übernommen und neue Möglichkeiten für Mädchen und Frauen geschaffen. Die Zukunft des Frauenfussballs entsteht nicht nur auf den grossen Bühnen, sondern jeden Tag in den Vereinen, auf Trainingsplätzen und in den Gemeinschaften vor Ort.»
«Die Legacy Challenge hat eindrücklich gezeigt, wie engagiert unsere Regionalverbände und Vereine den Mädchen- und Frauenfussball voranbringen. Die enge, gute und konstruktive Zusammenarbeit war ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gemeinsam konnten wir nachhaltige Impulse setzen, die weit über die UEFA Women's EURO 2025 hinaus wirken.»

